Beitragsbild Ein kleiner Text über Nichts

Ein kleiner Text über Nichts

Ein kleiner Text über Nichts.

Ich sitze auf einer Bank und denke nach. Beginnen möchte ich wie so oft, mit meinem geliebten Trio: Buddha, Sokrates und dem alten J.C. Den Himmel stelle ich mir Kaffee schlürfend mit euch vor. Peace euch dreien. Was alle gemeinsam hatten, war eine tiefgreifende Veränderung in ihrem Leben. Der Eine erkennt die Leerheit und gilt als erwacht. Die Leute beginnen ihn als Vollkommenen, Erlauchten oder Erleuchteten zu bezeichnen, weil es scheint, als könne ihm nichts und niemand mehr etwas anhaben. Ich spreche vom historischen Buddha.

Der nächste erkennt, dass er nicht weiß, behauptet sich darüber jedoch zumindest sicher zu sein. Naja, worüber er sich sicher ist, ist das selbe wie Siddhartha Gautama (der historische Buddha) nur drückt er das eben ganz anders aus. Sokrates beschreibt mit seiner Aussage lediglich auf andere Weise die Erleuchtung. Es ist der Versuch etwas Unaussprechliches zu beschreiben. Siddhartha antwortete damals einzig und allein mit Schweigen auf die Frage, was Erleuchtung sei.

Die Unbeschreibbarkeit des Nichts

Jesus Christus erzählt uns, er sei der Sohn Gottes und nutzt diese Beschreibung von etwas Unvorstellbarem, das wir denken zu kennen (Gott). Natürlich sprach er von etwas ganz anderem, als die meisten, und heute ganz besonders, wenn sie die Begrifflichkeit „Gott“ zu Ohren bekommen, sich vorstellen. Nichts anderes als das ist es: eine Begrifflichkeit. Und außerdem ein Versuch, etwas unsagbar Schönes und Vollkommenes in Worte zu fassen.

Ob nun ein Schweigen, eine tief in Metaphorik versunkene und gut überlegte Aussage oder der auch zu Jesus Zeiten bekannte Begriff von einem „Gott“. Sie alle versuchen, die gesamte Wirklichkeit weit hinter den Grenzen von Vorstellungen und Konzepten in schlichte Worte zu packen. Doch leider ist das unmöglich. Es gibt keinen Begriff, kein Wort, kein Bild, wirklich nichts, das alles in sich enthalten könnte, was dieses Mysterium, welches in jedem von uns steckt, beschreiben könnte.

Das Innere

Das was ist, Gott, Buddha, Meister oder ein Philosophenkönig zu sein, ist nur tief in dir Selbst erfahrbar. Nicht beschreibbar. Ihr seid, die ihr seid. Du bist, wer du bist. Diese Wahrheit niederzuschreiben soll jedem helfen in die richtige Richtung, nämlich ins Innere zu gehen. Die Welt ist voll von diesen Menschen wie Siddhartha, Sokrates und Jesus. Man muss nur die Augen öffnen und einen Filter dafür entwickeln woran man sie erkennt.

Florian Reinmold
florian.reinmold@vom-hundertsten-affen.de
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