Frau meditierend

Meditation als Mittel zur Stressbewältigung

Einleitung.

Meditation wird heute mehr als je zuvor als Entspannungsmethode eingesetzt. Aber was steckt dahinter?

Im Folgenden wird erklärt, wie Meditation gegen Stress helfen kann. Außerdem werden mehrere Praxistipps aufgeführt, die Speziell im Alltag von Schülern und Studenten helfen.

Wenn man erkennt wo der Stress entsteht, dann versteht man auch sehr schnell wie Meditation als Mittel zur Stressbewältigung helfen kann.

Anwendungsbereich

Zuerst muss man sich Gedanken machen, wodurch die Stressreaktion ausgelöst wurde. Hierbei könnten äußere Faktoren der Grund sein. Belastungsgrenzen sollten erkannt werden und man sollte ggf. die Umstände ändern. Es ist wichtig das Meditation nicht verwendet wird um größeren Stress auszuhalten, sondern um Stress zu dämpfen oder möglicherweise ganz zu vermeiden.

Oftmals kann man nachts nicht einschlafen, da uns tausende Gedanken wach halten. Diese innere Unruhe tritt oft in Lebenssituationen auf, denen wir uns nicht gewachsen fühlen z.B. vor einer Prüfung oder durch Überforderung in der Schule, Ausbildung oder Job. An sich ist dieses Gedankenkreisen normal, aber es kann auch zu heftigem Stress führen. Meditation kann hierbei helfen, indem man übt Gedanken loszulassen.

Das Wort „Meditation“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet Nachdenken. Meditation hat buddhistische Wurzeln, kann aber ungeachtet davon ausgeübt werden.  Im Grunde handelt es sich beim Meditieren um einfache Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen. Man setzt sich aufrecht, aber entspannt an einen ruhigen Ort und beobachtet seine Gedanken. [1] Es dient dazu, das Bewusstsein zu erweitern und sich von eingefahrenen Denkmustern und Verhaltensweisen zu lösen.

Die Bewusstseinserweiterung durch Meditation umfasst die erweiterte Wahrnehmung körperlicher und geistiger Prozesse sowie das erweiterte Vermögen, diese Prozesse zu verändern. Die Bewusstwerdungsprozesse lassen sich auf körperliche Erregungszustände, emotionale Reaktionen und das Denken anwenden. Meditation ist so zusagen ein Mittel zur Selbsterforschung. [2]

Achtsamkeitsmeditation

Eine einfache und grundlegende Meditation des Buddhismus ist die Achtsamkeitsmeditation. Diese hat sich in der westlichen Psychologie seit Beginn dieses Jahrtausends insbesondere bei Traumata, Depressionen und Angststörungen als sehr hilfreich erwiesen. Hierzu hat der Mediziner Jon Kabat-Zinn das MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction) Programm entwickelt, welches inzwischen starke Verbreitung gefunden hat.

In der Achtsamkeitsmeditation liegt der Fokus daraus seine Gedanken einfach zu beobachten und nicht bewusst zu steuern [1]. Man nimmt einen Standpunkt zu seinen Gedanken ein und lernt sich nicht mit ihnen zu identifizieren. Mit der Hilfe dieser Übung lernt man Gedankenketten zu unterbrechen, was wiederum die Konzentrationsfähigkeit und auf die Gegenwart gerichtete Bewusstheit verbessert.

Körperhaltung

Der erste wichtige Aspekt der Meditation ist die Körperhaltung. Grundsätzlich ist es möglich, in jeder beliebigen Körperhaltung zu meditieren, aber es gibt mehrere klassische Meditationshaltungen wie z.B. der Lotositz [3], die sich über die Jahrhunderte bewährt haben. Welche Körperhaltung ist also am besten dafür geeignet?

Hierzu gibt es keine Wissenschaftliche Studien oder Literatur. Der richtige Ansatz ist herauszufinden, welche Haltung für sie persönlich optimal ist.  Wichtig für ihre Haltung ist, dass sie angenehm ist, der Körper aufrecht ist und das sie in der Haltung für längere Zeit verharren können. Vielleicht haben sie während sie diesen Text lesen, schon eine für Sie bequeme Haltung gefunden, mit der sie zusätzlich aufmerksam lesen können. Ähnliche Voraussetzungen gelten auch für die Meditation.

Atmung

Ein weiterer Aspekt der Meditation ist die Atmung. Gerade bei einfachen Meditationsübungen stößt man immer wieder auf Übungen bei der Atmung ein wesentlicher Bestandteil darstellt, denn sie hilft den Fokus auf den Innenraum des Körpers zu lenken und die äußere Umgebung außer Acht zu lassen. Da die Atmung außerdem auch bei Emotionen, Empfindungen und Bewegungen eine große Rolle spielt, kann sie auch als Selbstregulation und Aufmerksamkeitsfokus dienen.

In der Praxis beobachtet man einfach seine Atmung, indem man sie natürlich fließen lässt und die Reize an den Nasenlöchern, über die Bewegung durch die Luftröhre bis in das Zwerchfell beobachtet und dabei versucht nicht mit der Aufmerksamkeit die auf die Atmung gerichtet ist, abzuschweifen. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, seine Atemvorgänge zu zählen. Das Zählen lässt uns schneller bemerken, dass wir abgeschweift sind, trotzdem sollte man hierbei beachten, dass wir den größten Teil der Aufmerksamkeit der Atmung widmen. Damit das Zählen nicht zu viel Achtsamkeit in Anspruch nimmt, ist es ratsam nur bis 10 zu zählen. [4]

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Bei täglicher Übung wird der/die Praktizierende sehr schnell eine gesteigerte Achtsamkeit verspüren. In den ersten 14 Tagen ist der Fortschritt enorm. Wenn man die Startschwierigkeiten überwunden hat, dann wird man, beflügelt von ersten Erfolgen, durch den Nutzen und die entstehende Freude mit steigender Leidenschaft praktizieren.

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Quellen:

[1]  http://wiki.yoga-vidya.de/Achtsamkeitsmeditation
[2] Buch: Meditation für Skeptiker, Dr. Ulrich Ott, ISBN 978-3-426-30070-1 Seite 16.
[3] Buch: Meditation für Skeptiker, Dr. Ulrich Ott, ISBN 978-3-426-30070-1 Seite 28.
[4] Buch: Meditation für Skeptiker, Dr. Ulrich Ott, ISBN 978-3-426-30070-1 Seite 43,46.

 

Marco Lo Voi
marco.lovoi@vom-hundertsten-affen.de
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